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Unser Mosaik

Entstehungsprozess der Mosaikgestaltung im Eingangsbereich der Albert Gutzmannschule

Wenn dann noch jemand Drittes an das Bildmaterial herangeht, entsteht trotz Orientierung an Hundertwassers Werk etwas Neues.Die Berliner Künstlerin Karin Wook suchte sich aus den vielen Zeichnungen der Schüler die interessantesten Teile aus und fügte sie zu einem eigenen, neuen Entwurf zusammen. Bei diesem Entwurf wurde auch auf Berlin, der Stadt, die viel Baumbestand hat und von zwei Flüssen durchquert wird, eingegangen. In der Multi-Kultistadt Berlin hat schon viel Fremdes seinen Platz erhalten und ist heute auch in unserem Stadtbild integriert.





Schülerzeichnungen zum Thema "Hundertwasser"


Vorbereitung

Der gemalte Entwurf von Frau Wook wurde nun zur Grundlage der Wandgestaltung.
Der Entwurf wurde mittels Overheadprojektor an die zwei Wände im Eingangsbereich projiziert und als Schwarz/weiß-Zeichnung festgehalten.


  

Die weiteren Schritte bestanden darin, etwa gleich große Felder aus der Gesamtfläche zu  machen,um dadurch für jeden Schüler ein überschaubares Arbeitsfeld, das es mit Mosaiksteinchen zu gestalten galt, zur Verfügung zu stellen. Die Arbeit vor Ort, also im Eingangsbereich wäre zu einer Dauerbaustelle geworden und deshalb wurde ein indirektes Verfahren benutzt.

Entwurf: Karin Wook mit integrierten Schülerzeichnungen

Jetzt begann die Zusammenarbeit mit den Schülern.
Der erste Schritt war für Frau Ackermann und Frau Wook,die Sprachkenntnisse der Schüler zu erweitern, denn mit der Erlernung der Mosaiklegetechnik wurden plötzlich viele neue Worte
benötigt, die im gebräuchlichen Sprachschatz noch nicht aufgetaucht waren. Durch kurze Dialoge mit den Schülern, durch Erklärungen, wie ein Mosaik gemacht wird, festigten sich die nach und
nach die  Sprachkenntnisse.
Für viele Schüler bedeutete die Beschäftigung mit dem Mosaik auch den ersten Kontakt zur Kunst und zu kunsthandwerklichem Schaffen. Im Zuge des Gestaltungsprozesses kam auch das Bewusstsein und die Freude auf, an einem Gesamtkunstwerk mitzuwirken.

  

Was können wir lernen

Wie viele Komponenten bei dieser Arbeit in einem Schüler,einer Schülerin
angesprochen werden, lässt sich schwer abschätzen.
Ganz sicher aber fördert die Arbeit an solch einem Projekt die
Zusammenarbeit unter den Schülern, denn die einzelnen Teile des
Mosaiks müssen nachher sowohl farblich , stilistisch und formal zusammen passen.
Des weiteren schult diese Arbeit das ästhetische
Empfinden und vor allem die Konzentrationsfähigkeit.

Sprachförderung

Das ganze Projekt jedoch dient zur Sprachförderung, der Integration ausländischer Schüler in unsere Stadt und schafft Verbindung zu unseren Kulturraum .Da Wandgestaltungen in mediterranen Ländern eine lange Tradition haben und bis heute ein hohes Ansehen genießen, sind kulturelle Unterschiede zumindest für diese Kunstart leicht zu überbrücken.

Das Mosaik als solches ist ein  Identifikationsprojekt für die Schüler. Und nicht zuletzt dient es auch zur Gestaltung der Schule.Für viele Schüler war es erstmal schwer, sich vorzustellen, wie aus den vielen Teilelementen etwas Ganzes werden würde. Natürlich hatten die meisten Schüler eine grobe Vorstellung, da es  ja die Wandzeichnungen gab. Aber wie zum Schluss das Mosaik als Ganzes an der Wand wirkt, war für alle Beteiligten spannend bis zum Schluss.

  
  

Endspurt – das Mosaik kommt an die Wand

Was lange Wochen in der Abgeschiedenheit der Werkräume entstand, wurde dann während drei Tagen kurz vor den Sommerferien 2015 an die Wände des Eingangsbereiches "gezaubert".

Viele Schüler und Schülerinnen der Schule konnten nun das Entstehen des Mosaiks beobachten, sie staunten und waren begeistert.
Alle Arbeitsabläufe, die die K-Klassen-Schüler verstehen und durchführen sollten, waren logistisch bestens vorbereitet. Dadurch lief alles wie am Schnürchen. Jeder Schüler hatte seine Aufgaben und wusste genau, was zu tun war.
Die Koordination zwischen Frau Brandes, Frau Wook und den Schülern lief ausgezeichnet.
Die Stimmung war ruhig und klar. Trotz der vielen Arbeit entstand sogar eine unglaublich freudige Stimmung, bei den letzten Schritten der Wandgestaltung dabei zu sein. Weitere handwerkliche Fähigkeiten wurden von den Schülern schnell erlernt und umgesetzt. Alle wuchsen über sich hinaus, und das war ein wunderbares unvergessliches Gruppenerlebnis für alle Beteiligten.
Insgesamt ein gelungenes Projekt, Fortsetzung folgt.

  


 
 

Der Blickfang im Eingangsbereich

Eine farbenfrohe, phantasievolle und auch anregende Wandgestaltung empfängt die Besucher der Schule. Man wird quasi willkommen geheißen in eine Schule, die eine Willkommenskultur aufbaut, die die kreative Seite der Schüler fördert und für eine lernfördernde Stimmung sorgt.



 
 



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